Türkiye ve Almanya'daki Okul ve Egitime Bakis
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Den ersten Teil bildet eine Auswahl der "Sammlung Schülerhilfe" mit Arbeiten von in Köln lebenden Schülern, die ihre Lebenssituation als Schüler beleuchten. Der zweite Teil umfaßt historische Fotos aus den türkischen Dorfinstituten der 40er und 50er Jahre, die vom Schulmuseum Ankara zur Verfügung gestellt wurden. Im dritten Teil werden Selbstdarstellungen türkischer Schüler, die in Ankara zur Schule gehen, präsentiert. Sie entstanden im Herbst 1996 bei einer Exkursion des Nippes Museum nach Ankara, die dazu diente, Malaktionen in einer Dorfschule, einer Mittelschule, zwei Berufsgymnasien, einem regulären Gymnasium und einem theologischen Gymnasium durchzuführen. Projekt und Ausstellung wurden 1996 als Maßnahme gegen Fremdenfeindlichkeit vom MAGS / NRW gefördert. Die Bezirksvertretung des Stadtbezirks 5 (Köln - Nippes) bewilligte eine Unterstützung für die Eröffnungsveranstaltung.
Einige Hintergrundinformationen zum türkischen Schulsystem erscheinen nötig, um die Exponate verstehen zu können. Wenn in der Sammlung aus Ankara eine Grundschule, eine Mittelschule und vier Gymnasialklassen vertreten sind, ist dies keineswegs repräsentativ für das türkische Bildungswesen. Noch immer ist der Besuch einer Mittelschule (Klassen 6-8) im Anschluß an die obligate fünfjährige Grundschule, obwohl seit 1981 Gesetz, nicht selbstverständlich und wird nur von ca. 2/3 aller Grundschüler erreicht.
Noch 1985 ging die Statistik der Bildungsabschlüsse der gesamten Bevölkerung der Türkei über 6 Jahren von 32% Analphabeten aus. 20% hatten keinen, 40% nur den Abschluß der Grundschule erreicht, 5% hatten eine Mittelschule, 5% einen Gymnasialabschluß und 1% einen Hochschulabschluß erworben (Zentrum für Türkeistudien, Türkei Sozialkunde, Opladen 1994² , S.59).
Derzeit ist zwar von einer raschen Dynamik und Ausweitung des Bildungswesens bis hin zur vorschulischen Erziehung auszugehen. Die Analphabetenrate wird auf nur noch 15% geschätzt. Dennoch ist davon auszugehen, daß von allen Absolventen der Mittelschulen und Höheren Schulen nur 15% die Aufnahmeprüfung zur Universität bestehen. Obwohl die in Deutschland bestehende Dreigliedrigkeit des Schulsystems in dieser Form in der Türkei nicht existiert, ist von einer erheblichen Selektion auszugehen. Private Eliteschulen (die Kolejleri) sind mit 7500,- DM/Jahr teuer. Bestimmte als Eliteschulen angesehene öffentliche Schulen, wie z.B. die Supergymnasien, aber auch speziellere Berufsgymnasien, wie das hier vertretene Radio / Fernsehgymnasium, führen Auslesetests durch. Das private Nachhilfewesen in den kommerziellen Dersanes blüht angesichts des engen Trichters, den Schüler, insbesondere auf dem Weg zur Universität, durchlaufen müssen.
Dies bedeutet nicht, daß das Denken der Schüler nur vom offiziellen Plan diktiert ist. Wie die Arbeiten der in Köln lebenden Schüler beinhalten auch sie Themen, die man hierzulande als jugendspezifisch oder typisch jugendlich bezeichnen würde.
Der Sinn der Kölner Arbeiten ist es nicht nur, einen Vergleich mit der Situation in der Türkei zu ermöglichen. Sie können auch die Wahrnehmung für die Lebenssituation von Schülern in Deutschland stärken und stellen einige beliebte Klischeebilder, z.B. von "den" türkischen Jugendlichen oder "den" türkischen Mädchen, in Frage. Die historischen Fotos zur Geschichte der türkischen Dorfinstitute mögen ebenfalls eine hierzulande weniger bekannte Facette der Türkei in Erinnerung rufen. Wir bedanken uns bei allen 250 Schülern und Schülerinnen und den sonstigen Beteiligten, die seit Herbst 1995 bis heute an dem Projekt mitgewirkt haben.

Aslihan Baran, Blüchergymnasium, Klasse 10, 15 Jahre:
Üniversite görünmüyor, ç ünkü
oraya giden yol ç ok uzun. Resim bos görünmesin diye büyük
ag aç lar ç izdim.

Benay Emeksiz, Gesamtschule Holweide, Klasse 11, 16 Jahre:
Benim düsünceme göre bu kadin bu kurumus dünyaya biraz güzellik ve su da bu kurumus dünyaya yasam getirsin. Güzelligi iyimserlik olarak görüyorum.

Üniversite = Universität; Ben = Ich
